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Russische Mütter verhandeln mit tschetschenischen Rebellen

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Russische Mütter verhandeln mit tschetschenischen Rebellen

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Das russische Soldatenmütter-Kommitee will mit tschetschenischen Rebellen verhandeln. In dem für Dienstag in Brüssel geplanten Gespräch mit einem Stellvertreter des rebellenführers Aslan Maschadow wollen die Frauen Vorschläge für ein Ende des Krieges zwischen Russland und Tschetschenien diskutieren.Die Vorsitzende Valentina Melnikowa begründet diesen Schritt damit, dass sieseit zehn Jahren ohne erfolg mit den russischen Behörden sprächen. Zusammen mit Eltern, deren Kinder in diesem Krieg verstümmelt oder getötet wurden wendeten sie sich immer wieder mit der Bitte an den Präsidenten, den Krieg auf russischem Boden zu beenden. Aber wenn die russische Regierung dazu noch nicht bereit sei, dann würden sie eben mit der Gegenseite sprechen.

Ein Sprecher des russichen Außenministeriums kritisierte dieses Vorhaben und meinte: “Worauf sollen die sich schon einigen? Diese Terroristen erschießen Kinder hinterrücks. Wenn Sie mich fragen, ich glaube nicht, dass die Gespräche irgendetwas bewirken werden, aber wir können Nicht-Regierungsorganisationen nicht daran hindern, derartige Kontakte herzustellen.” Allerdings plant die russische Duma nun eine Untersuchung der Finanzen des Soldatenmütter-Kommitees. Parlaments-Abgeornete wollen auch geklärt wissen, ob der Kontakt zu den Rebellen legal ist.