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Opposition vermutet Wahlmanipulation

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Opposition vermutet Wahlmanipulation

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Der ukrainische Oppositionsführer Viktor Juschtschenko befürchtet bei der Stichwahl um das Präsidentenamt am Sonntag massive Fälschungen. Es müsse damit gerechnet werden, dass die Staatsmacht unabhängig von den tatsächlichen Stimmenverhältnissen den amtierenden Regierungschef Viktor Janukowitsch zum Präsidenten erkläre,sagte Juschtschenko in Kiew. Der westlich orientierte Opositionsführer hatte den ersten Wahlgang am 31. Oktober knapp für sich entschieden, verpasste aber die erforderliche absolute Mehrheit.Die Wahl im zweitgrößten Flächenstaat Europas gilt als Entscheidung zwischen einer Wiederannäherung der Ukraine an Russland oder einer Westorientierung.Ministerpräsident Janukowitsch tritt für ein enges Verhältnis zu Moskau ein. In der entscheidenden Phase vor der Stichwahl haben sich Berichte über geplante Manipulationen gehäuft. In einem Wahllokal seien Juschtschenko-Anhängern zufolge bereits Wahlzettel mit einem Kreuz für Janukowitsch aufgetaucht. Andere Wahlberechtigte beklagten, dass man ihnen mit dem Verlust des Arbeitsplatzes gedroht habe, falls sie für Juschtschenko stimmten.Wie am 31. Oktober soll auch diesmal ein massives Aufgebot an Polizei-und Militärkräften den sicheren Verlauf der Wahl garantieren.