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EU-Kommission: Neuer Ärger zum Amtsantritt

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EU-Kommission: Neuer Ärger zum Amtsantritt

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Zu ihrem Amtsantritt steht der EU-Kommission heute neuer Ärger ins Haus. Wegen Kritik aus dem EU-Parlament hatte Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso bereits zwei Kandidaten für die Kommission auswechseln müssen. Jetzt müssen sich Barroso und seine 24 Kommissare nicht nur mit Angriffen auf die industrienahe Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes aus den Niederlanden befassen.

Nach Angriffen des anti-europäsischen Briten Nigel Farage steht der Franzose Jacques Barrot im Zentrum des Interesses. Der Verkehrs-Kommissar und Vizepräsident der Kommission war Mitte der 80er Jahre in einen Parteien-Finanz-Skandal verwickelt. Wie einige andere Politiker war Barrot vor vier Jahren – trotz unklarer Rechtslage zur Tatzeit – zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und danach umgehend amnestiert worden.

Graham Watson, Chef der Liberalen Fraktion im EU-Parlament forderte den Rücktritt Barrots oder seine Suspendierung bis die Fragen zur Vorstrafe geklärt seien.