Eilmeldung

Eilmeldung

Interne Widerstände gegen Bankenfusion Dexia-Sanpaolo

Sie lesen gerade:

Interne Widerstände gegen Bankenfusion Dexia-Sanpaolo

Schriftgrösse Aa Aa

Die geplante Fusion der französisch-belgischen Finanzgruppe Dexia mit der italienischen Bank Sanpaolo wird zunehmend unsicher. In den vergangegen Tagen meldeten wichtige Aktionäre beider Institute Bedenken an. Besonders groß ist der Widerstand in Belgien.

Vor allem die belgischen Kommunen, die in der Arco-Gruppe zusammengeschlossen sind, fürchten um ihren Einfluß. Gemeinsam mit einer Investmentgesellschaft und einer Versicherung halten sie 37 Prozent an Dexia. Aber auch Analysten äußerten sich kritisch. Ihrer Meinung hat ein Zusammenschluß keinen wirtschaftlichen Sinn, da kaum Synergie-Effekte erzielt werden können. Speziell für Sanpaolo sei es vielversprechender, sich an der Konsolidierung des italienischen Heimatmarktes zu beteiligen. Einzelheiten über das Fusionsvorhaben versprachen sich Anleger und Analysten von Beratungen der Führungsgremien beider Banken in dieser Woche. Sollte es zu einem Zusammenschluß kommen, entstünde die viertgrößte Bank Europas.