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MG Rover vermeidet Bankrott durch Verkauf an Chinesen

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MG Rover vermeidet Bankrott durch Verkauf an Chinesen

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Der letzte eigenständige britische Autobauer MG Rover wird an die Chinesen verkauft. Für rund 1,4 Milliarden Euro wird das schwer angeschlagene Unternehmen in ein Joint venture mit der staatlichen Shanghai Automotive Industry (SAIC) integriert. Die Chinesen halten daran 70 Prozent, Rover die übrigen 30 Prozent. Eine entsprechende Vereinbarung soll im nächsten Jahr unterzeichnet werden.

Für die verlustmachende Automarke bedeutet der Verkauf die Rettung vor der Pleite. Rover Absatz in Westeuropa geht seit fünf Jahren kontinuierlich zurück. In diesem Jahr wurden bislang 93.000 Fahrzeuge verkauft. Der Marktanteil schmolz auf ein Prozent. “Die Rover-Modellpalette ist mittlerweile ein wenig veraltet”, meint Branchenjournalist Charles Hallett. “Die Zusammenarbeit mit den Chinesen dürfte Rover helfen im Wettbewerb zu bleiben und neue Märkte zu erschließen. Umgekehrt bekommen die Chinesen die technische Kompetenz – und zwei sehr berühmte und starke Marken: MG und Rover.” Dennoch dürften die Zeiten vorbei sein, in denen Rover – ausgehend von einem starken britischen Heimatmarkt – zu den großen Automarken in Europa gehörte. Im Traditionswerk Longbridge geht indess die Furcht um, die Chinesen könnten die Produktion langfristig völlig in die Volksrepublik verlagern.