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Euro nicht zu stoppen - peilt jetzt 1,31 Dollar an

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Euro nicht zu stoppen - peilt jetzt 1,31 Dollar an

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Der Euro eilt von Rekord zu Rekord. Der Referenzkurs der EZB wurde bei 1,3146 Dollar festgesetzt. Damit war der Dollar nur noch gut 76 Euro-Cent wert.

Deutsche-Bank-Analyst Ulrich Beckmann sieht jedoch keinen Grund zur Sorge. Bereits im Januar war der Kurs mit 1,28 Dollar für einen Euro ähnlich hoch gewesen – viel verändert habe sich seitdem nichts. Die negativen Folgen dürften sich im Rahmen halten, da der Eurozone der Kurs beim hohen Ölpreis entgegen komme. Die Euro-Fieberkurve zeigt seit Jahren kontinuierlich nach oben. Noch 2003 hatte der Höchststand bei 1,1770 Dollar gelegen – und im Jahr davor reichte sogar noch der Ein-Dollar-Schein, um einen Euro zu kaufen. Ursache der aktuellen Euro-Stärke ist eine Neu-Orientierung der Zentralbank Russlands. Diese spielt mit dem Gedanken, ihre Devisenreserven zunehmend in Euro umzuschichten. Dies heizte an den Märkten die Nachfrage nach Euro an. Die Euro-Stärke und die Dollar-Schwäche waren auch inoffiziell Thema beim G20-Treffen der wichtigsten Finanzminister- und Notenbankchefs am vergangenen Wochenende in Deutschland. Konkrete Maßnahmen wurden dort nicht beschlossen. Dies könnte sich aber ändern. Einige Analysten glauben, daß die EZB bei einem Kurs von 1,35 Dollar für einen Euro an den Märkten interveniert.