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Auch Janukowitsch' Anhänger versammeln sich.

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Auch Janukowitsch' Anhänger versammeln sich.

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Nach Feststellung des amtlichen Endergebnisses und somit der Bekanntgabe Victor Janukowitsch’ als amtlichem Sieger gingen auch dessen Wähler zu zehntausenden auf die Straßen und feierten ihren Präsidenten. Viele Sympathisanten insbesondere aus dem mehrheitlich russisch-spracheigen Ostteil des Landes machten sich auf den Weg in die Hauptstadt, um sich den Feiernden anzuschließen.

Der noch amtierende Präsident Leonid Kutschma warnte indes vor einem Verlust der Kontrolle und hat Vergleiche mit der Situation nach der russischen Oktoberrevolution 1917 gezogen, die in einem blutigen Bürgerkrieg mündete. Er forderte die beiden Präsidentschafts-Kandidaten zu direkten Verhandlungen auf, betonte allerdings, dass Vorgehen der Opposition sei ein eindeutiger Bruch der Verfassung. Der zum Sieger ernannte Victor Janukowitsch gab sich zwar generell gesprächsbereit, hat aber bereits im staatlichen Fernsehen klargestellt, dass er der neue Präsident des Landes sei. Am Donnerstag werde er nun auf die Opposition zugehen. Am Mittwochnachmittag hatte der Wahlleiter das amtliche Endergebnis bekanntgegeben. Mit 49,46 Prozent lag Janukowitsch am Ende knapp 3 Prozent vor seinem Herauforderer. Einer der von Juschtschenko hervorgebrachten Kritikpunkte an der Wahl stellt zum Beispiel die Wahlbeteiligung in einigen Gebieten dar. Diese soll nach Angaben der Wahlleitung in Janukowitsch’ Heimat 96 Prozent betragen haben. Dort erhielt er die meisten Stimmen. In der ukrainischen Öffentlichkeit werden nun erste Forderungen nach einer verlängerten Amtszeit Kutschmas laut.