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Euro-Höhenflug bedroht Konjunktur - Paris fordert Washington zum Handeln auf

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Euro-Höhenflug bedroht Konjunktur - Paris fordert Washington zum Handeln auf

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Der Höhenflug des Euro verdüstert nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds die Konjunkturaussichten der Eurozone. IWF-Direktor Rodrigo Rato erklärte, die Europäische Zentralbank sei gehalten, auch angesichts hoher Ölpreise die Inflationsentwicklung genauestens im Auge behalten.

Der französische Finanzminister Nicolas Sarkozy forderte unterdessen die USA auf, Maßnahmen zur Stärkung ihrer Währung zu ergreifen. Washington müsse entschlossen seine riesigen Defizite reduzieren. Euro-Stärke und Dollar-Schwäche beschäftigen derzeit aber nicht nur Finanzpolitiker. Je nach Standpunkt bringt die Situation nämlich auch Vorteile. So sind die USA für europäische Reisende so günstig wie schon lange nicht mehr. Andererseits kriegen Amerikaner in Europa den Wechselkurs-Effekt besonders negativ zu spüren. Analysten sehen die Rekordfahrt der Gemeinschaftswährung noch nicht beendet. Ein Kurs von 1,50 Dollar für einen Euro sei nicht auszuschließen.