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Ukraine: Friedensnobelpreisträger Walesa plädiert für friedlichen Kampf für die Demokratie

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Ukraine: Friedensnobelpreisträger Walesa plädiert für friedlichen Kampf für die Demokratie

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Der frühere polnische Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa hat in der ukrainischen Hauptstadt Kiew die Menschen aufgerufen, friedlich für Demokratie und Freiheit weiterzukämpfen. Walesa war auf Einladung des Oppositionsführers Viktor Juschtschenko nach Kiew gekommen.

Auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz versammelten sich inzwischen erneut mehrere zehntausend Menschen, um für eine friedliche Machtübergabe an Juschtschenko zu demonstrieren. Der scheidende Präsident Leonid Kutschma rief seine Kollegen aus Polen und Litauen, Aleksandr Kwasniewski und Valdas Adamkus auf, im Konflikt mit der Opposition zu vermitteln.

Juschtschenko appellierte seinerseits an die Armee, sich dem für heute geplanten Generalstreik aus Protest gegen das Wahlergebnis anzuschließen. Außerdem forderte die Opposition die westeuropäischen Staaten auf, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl nicht anzuerkennen, und rief sogar das Oberste Gericht der Ukraine an, um das Wahlergebnis anzufechten.