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Spaniens Ex-Ministerpräsident Aznar vor Untersuchungsausschuss zum 11. März

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Spaniens Ex-Ministerpräsident Aznar vor Untersuchungsausschuss zum 11. März

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Der frühere spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar hat bestritten, Informationen zu den Terroranschlägen vom 11. März manipuliert zu haben. Aznar, der an diesem Montag vor dem Untersuchungsausschuss des Parlaments Rede und Antwort stehen muss, bekräftigte, nicht nur seine damalige konservative Regierung, sondern auch die Oppositionsparteien hätten zunächst die baskische Untergrundorganisation ETA für die Attentate verantwortlich gemacht.

Seine Ruhe sei kein Mittel, um etwas zu verstecken, erklärte Aznar, sondern sie gründe auf der Überzeugung, dass er und seine Regierung die ganze Wahrheit gesagt hätten. Es seien die anderen gewesen, die gelogen und die öffentliche Meinung vergiftet hätten und so sei es am 13. März zu Demonstrationen im Vorfeld der Parlamentswahlen gekommen. Die sozialistische Regierung hatte die Befragung Aznars gefordert, um Ungereimtheiten in der Informationspolitik zu klären. Bei den Anschlägen im März waren 191 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 1500 hatten Verletzungen erlitten.