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EZB-Chef Trichet setzt bei Dollarverfall auf Washington

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EZB-Chef Trichet setzt bei Dollarverfall auf Washington

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Vor dem Hintergrund eines neuen Euro-Allzeithochs setzt die Europäische Zentralbank auf eine US-Politik des starken Dollars. Man vertraue darauf, daß Washington eine erhebliche Kürzung des Haushaltsdefizits erreichen könne. Das erklärte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bei einer Anhörung vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuß des Europäischen Parlaments in Brüssel.

Trichet äußerte sich nicht zu einem theoretisch möglichen Dollar-Kauf der EZB, wodurch der Wechselkurs zum Euro stabilisiert werden würde. Er wiederholte lediglich die schon häufiger benutzte Formel, wonach die Kursschwankungen der vergangenen Zeit nicht zu begrüßen seien. Der Euro erreichte am Dienstag mit einem Kurs von 1,3334 Dollar einen neuen Rekord. Er schadet vor allem der Exportwirtschaft der Eurozone. Dennoch rechnet Trichet im kommenden Jahr mit einem Wachstum von zwei Prozent. Voraussetzung: Der Dollar fällt nicht weiter in den Keller.