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Generalstreik in Italien

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Generalstreik in Italien

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In Italien stand heute das öffentliche Leben still. Arbeitgeberverband und Gewerkschaften hatten gemeinsamen zu einem Generalstreik aufgerufen. Mit Großkundgebungen in Turin, Mailand und Venedig, bei denen die Vorsitzenden der drei großen Gewerkschaften auftraten, protestierten sie gegen die Finanzpolitik Silvio Berlusconis. Am Samstag hatte das italienische Kabinett für das kommende Jahr Steuersenkungen von 6,5 Milliarden Euro beschlossen, die mit Einsparungen im öffentlichen Dienst aufgefangen werden sollen. Gewerkschaften und Opposition sehen darin eine Gefährdung der Arbeitsplätze.

Auch der Arbeitgeberverband ist gegen die Steuersenkungen und teilte mit, sie seien wirtschaftlich ineffektiv und dienten nur zum Wählerstimmenfang. 70 italienische Städte befolgten den Streikaufruf. Dort steht der öffentliche Nahverkehr still. Postämter, Arztpraxen und Schulen waren geschlossen. Es ist der fünfte landesweite Ausstand seit dem Amtsantritt Berlusconis 2001.