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Hoher Ölpreis, Defizite: OECD senkt Wachstumsprognose für 2005

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Hoher Ölpreis, Defizite: OECD senkt Wachstumsprognose für 2005

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Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD hat ihre Wachstumsprognose für das kommende Jahr gesenkt. Hohe Ölpreise und Etat-Löcher sowie das Leistungsbilanzdefizit in den USA seien Gegenwind für die Weltkonjunktur. Das geht aus dem am Dienstag in Paris veröffentlichten Wirtschaftsausblick hervor.

Demzufolge verlangsamt sich gegenüber 2004 das Wachstum in den USA und Japan. In der Eurozone kommt es zu einem kleinen Plus – allerdings auf schwächerem Niveau: nämlich von 1,8 auf 1,9 Prozent. Für 2006 rechnen die OECD-Volkswirte wieder mit einer Erholung. Die USA, auch weiterhin der globale Konjunkturmotor, können dann 3,6 Prozent erwarten. Wachstumsträger sind dort einmal mehr die privaten Haushalte, die ein Drittel der US-Wirtschaft ausmachen und die zur Ausgabenfreude zurückfinden. Anders dagegen die Länder der Eurozone, die weiterhin unter der Konsumzurückhaltung ihrer größten Volkswirtschaft, nämlich Deutschlands, leiden. Erst 2006 wird auch die Binnenkonjunktur des Exportweltmeisters anspringen. Gleichzeitig geht die Sparquote zurück, die Beschäftigung steigt – und die Arbeitslosigkeit sinkt. Laut OECD auf unter neun Prozent.