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Der Weltaidstag rückt in diesem Jahr Frauen in den Mittelpunkt

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Der Weltaidstag rückt in diesem Jahr Frauen in den Mittelpunkt

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Nach dem von der Weltgesundheitsorganisation vorgelegten Bericht ist bei den Infizierten der Anteil des weiblichen Geschlechts auf 50 Prozent gestiegen. Frauen sind schon aus biologischen Gründen anfälliger für eine Infektion. Das Risiko, dass eine Frau sich von einem HIV-positiven Mann ansteckt, ist doppelt so hoch wie umgekehrt. Zum anderen spielen besonders in Entwicklungsländern Gewalt, Armut und schlechte Prävention eine Rolle bei der rasanten Ausbreitung. In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara sind 60 Prozent der erwachsenen Aids-Infizierten Frauen. In Russland und der Ukraine stieg die Zahl der Infizierten auf 48 und in Asien auf 56 Prozent an. Die hohe Infektionsquote in Osteuropa löst in der Europäischen Union Besorgnis aus. Brüssel will den Dialog mit den östlichen Nachbarn über Präventionsmaßnahmen verstärken. Ein russischer Fernsehspot verdeutlicht, dass Aids längst nicht mehr allein das Problem von Risiko-Gruppen wie Homosexuellen oder Drogensüchtigen ist. Eine kritische Stimme fragt, warum die Regierung das Budget für Informationeskampagnen und Prävention gekürzt hat. Bislang bleibt das südliche Afrika die am stärksten betroffene Region. In manchen Altersgruppen sind bereits bis zu drei Viertel der HIV-Infizierten Frauen. Wieviele Kinder weltweit das Virus haben, ist nicht belegt. Allein in Südafrika sind es 660 000.