Eilmeldung

Eilmeldung

EU übernimmt in Bosnien-Herzegowina das Kommando

Sie lesen gerade:

EU übernimmt in Bosnien-Herzegowina das Kommando

Schriftgrösse Aa Aa

Nach neun Jahren SFOR-Mission unter NATO-Kommando ist es von diesem Donnerstag an die EUFOR unter EU-Befehl, die Sicherheit und Frieden in dem zweigeteilten Staat überwachen soll. Die Bosnier kümmert der Wechsel wenig. Und abgesehen von der neuen Befehlsgewalt ist es vor allem der Name, der sich ändert: Aus SFOR wird EUFOR, die Soldaten bleiben zu 80 Prozent die selben.

Nach Kriegsende und dem Dayton-Friedensabkommen 1995 waren gut 70.000 fremde Militärs in den beiden neu geschaffenen Teilstaaten, der kroatisch-muslimischen Föderation und der serbischen Republik stationiert – heute sind es gut 7.000, und die Europäische Union hofft, innerhalb von drei Jahren Bosnien so weit zu bringen, dass keine fremde Armee mehr über den Frieden wachen muss. Die NATO belässt allerdings gut zweihundert Mann im Land – zur gemeinsamen Jagd mit den EU-Soldaten auf international gesuchte Kriegsverbrecher, allen voran die bosnischen Serbenführer Karadzic und Mladic.