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Juschtschenko und Janukowitsch reichen sich die Hand

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Juschtschenko und Janukowitsch reichen sich die Hand

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Nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in der Ukraine haben die Konfliktparteien mit internationaler Vermittlung einen ersten Kompromiss gefunden. Der ukrainische Präsident Leonid Kutschma gab bekannt, dass man die Entscheidung des Obersten Gerichts abwarten wolle. Dieses berät darüber, ob die Stichwahl vom 21. November für ungültig erklärt und wiederholt werden soll oder nicht. Zum Zweiten wurde in der gemeinsamen Vereinbarung festgehalten, dass eine gemischte Arbeitsgruppe gebildet werden soll; die Verhandlungen zwischen den beiden Konfliktparteien sollen so nach der Entscheidung des Gerichtes weiter geführt werden. Eine mögliche Abspaltung der russisch-geprägten Regionen im Osten der Ukraine wurde zurückgewiesen. Nicht zuletzt sagten alle Parteien zu, keine Gewalt einsetzen zu wollen. Am Ende der Pressekonferenz reichten sich die beiden Kontrahenten Viktor Juschtschenko und Viktor Janukowitsch die Hand. An der Verhandlung hatten auch der EU-Außenbeauftragte Javier Solana und die Präsidenten Polens und Litauens, Alexander Kwasniewski und Valdas Adamkus, teilgenommen.

Die Stimmung bleibt also angespannt in der Ukraine, denn eine Lösung ist nach diesem Gespräch immer noch nicht gefunden. Die Demonstrationen in der Haupststadt Kiev dauerten am Mittwoch schon den 11. Tag in Folge an.