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EZB zeigt sich trotz hoher Ölpreise und Euro-Hoch gelassen


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EZB zeigt sich trotz hoher Ölpreise und Euro-Hoch gelassen

Die Europäische Zentralbank hält an ihrer bisherigen Geldpolitik fest. Die EZB beließ in Frankfurt den Leitzins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld unverändert bei zwei Prozent. Trotz der hohen Ölpreise wurde auf eine Zinsanhebung verzichtet, da der starke Euro inflationshemmend wirkt.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wiederholte seine schon häufiger gebrauchte Formulierung, wonach die starken Wechselkursschwankungen unerwünscht seien. Eine Stellungnahme auf die Frage, ob die EZB zur Stützung des Dollars an den Devisenmärkten intervenieren wolle, lehnte Trichet ab. Unterdessen setzte der Euro seinen Rekordkurs unvermindert fort. Am Donnerstag notierte die Gemeinschaftswährung zeitweise bei 1,3380 Dollar. Die EZB setzte den Referenzkurs erstmals oberhalb von 1,33 Dollar fest – nämlich bei 1,3314 Dollar. Unterdessen sorgte der starke Euro bereits für ein wirtschaftliches Abflauen. Die EZB korrigierte ihre Wachstumsprognosen für das laufende und das kommende Jahr nach unten. Dagegen änderte sie ihre Aussicht auf die Inflationsentwicklung nicht. Die Teuerungsrate werde 2004 bei 2,2 Prozent liegen und 2005 auf zwei Prozent absinken.
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