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Descartes-Preis der EU für Genforscher und Quantenkryptographen

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Descartes-Preis der EU für Genforscher und Quantenkryptographen

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Die EU hat in Prag ihren mit einer Million Euro dotierten Descartes-Preis an ein finnisches Genforschungs-Projekt und ein Quantenphysiker-Team in Schweden vergeben. Für ihre Erkenntnisse über das Erbgut, das für den Alterungsprozess verantwortlich ist, erhielten die Forscher in Finnland um Howard Jacobs den Preis, der dem Schöpfer des Satzes “Ich denke, also bin ich” gewidmet ist.

““Der Descartes-Preis ist etwas Besonderes”, meinte Jacobs, “denn das Preisgeld ist nicht für die persönliche Bereicherung gedacht, sondern für die Fortentwicklung unserer Forschung. Wir werden damit ein Stipendienprogramm für junge Wissenschaftler aus Europa und anderen Ländern finanzieren, die in unseren Labors unsere Forschung testen und weiterbringen können.” Der Schwede Anders Karlsson und sein Team, dabei auch ein Deutscher und ein Österreicher, arbeiten an einer abhörsicheren Kommunikationsmethode auf Basis der Quantenphysik. Erstmals wurden auch Preise für Wissenschaftskommunikation an fünf Europäer vergeben, die den Bürgern Wissenschaft näherzubringen versuchen – darunter der französische Dokumentarfilmer Vincent Lamy. Er beklagte, dass sein Programm zehn- bis zwanzigmal mehr koste als die Ausstrahlung eines japanischen Zeichentrickfilms, der für die Werbeindustrie, Coca-Cola und andere Firmen interessanter sein dürfte. Und genau da müsse der Kampf ansetzen. Auch der Direktor des Deutschen Museums in München, Wolfgang Heckl, erhielt einen Teil dieses mit 250.000 Euro dotierten Preises. Die EU hatte den Descartes-Preis zur Förderung der Wissenschaft vor vier Jahren eingeführt.