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Ungarn: Geringe Beteiligung an Einbürgerungs-Referendum in Ungarn

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Ungarn: Geringe Beteiligung an Einbürgerungs-Referendum in Ungarn

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Mit Spannung wird in Ungarn der Ausgang des Referendums über ein Einbürgerungsrecht für in Nachbarstaaten lebende Landsleute erwartet. Dieumstrittene Abstimmung ist bei den Ungarn selbst und in den Nachbarländern zum Politikum geworden. Die sozialliberale Regierung unter Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany steht für ein klares Nein. Sie befürchtet eine Masseneinwanderung mit wirtschaftlichen Konsequenzen. Tenor bei der nationalkonservativen Opposition und ihrem Chef Viktor Orban: Ein Ja sei die Pflicht jedes guten ungarischen Patrioten. Und die Einbürgerung eine historische Wiedergutmachung. Kritiker behaupten dagegen, der frühere Regierungschef wolle bei der ungarisch-stämmigen Bevölkerung im Ausland Stimmen für die nächste Wahl sammeln. Bei dem vom rechtsnationalen Weltverband der Ungarn initiierten Referendum geht es um fast drei Millionen Menschen aus Gebieten in Rumänien, der Slowakei, Serbien und der Ukraine, die nach dem Ersten Weltkrieg von Ungarn abgetrennt worden waren. Sollten sich mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten dafür aussprechen, dass diese Menschen den begehrten ungarischen EU-Pass erhalten, ist das Parlamant verpflichtet, ein entsprechendes Gesetz auszuarbeiten.