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Es wird zu warm auf der Erde

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Es wird zu warm auf der Erde

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Die UN- Experten erwarten eine Erwärmung um 1,4 bis 5,8 Prozent bis zum Ende des Jahrhunderts. Der Erwärmung der Erde kann nach wissenschaftlich nicht ganz unumstrittener Theorie durch Verminderung des Ausstoßes von Treibhausgasen Einhalt geboten werden. Vor sieben Jahren in Kyoto wurden als Übertäter genannt: Kohlendioxcd (CO-2), Methan (CH-4), Lachgas (N-2-0), Schwefel-Hexa-Fluorid( SF-6) und verschiedene Kohlenwasserstoffe.

Da die Luft über unserer Erde keine Grenzen kennt, kann das natürlich nur funktionieren, wenn möglichst viele mitmachen. Stichwort: USA und Russland. Wenigstens einer der beiden großen Luftverschmutzer muss mitmachen. Das russische Parlament hat im Oktober das Kyoto-Abkommen ratifiziert. Damit ist die Bedingung erfüllt, dass mindestens 55 Ländern das Kyoto-Abkommen ratifiziert haben, darunter Industrieländer, die 1990 zusammen für 55% des CO-2-Ausstosses verantwortlich waren Man sollte sich nicht zu früh freuen – denn die Erzeuger von einem Viertel aller Treibhausgase machen nicht mit. Unter Präsident Bush sind die USA wieder aus dem Abkommen ausgestiegen, das Vorgänger Clinton zunächst unterzeichnet hatte. “ Um Schäden für die US-Wirtschaft abzuwenden”, wie es in der Bush-Begründung hieß. Welche Rolle spielen eigentlich die Entwicklungsländer? Derzeit produzieren sie 40 % aller Treibhausgase – man muss aber damit rechnen, dass sie mit zunehmender Industrialisierung bis 2025 das Negativ-Niveau der Industrieländer erreicht haben werden.

Und dann? Dicke Luft allenthalben? Wird Wirtschaftswachstum für die heute noch unterentwickelten Länder nur mit schlechteren Lebensbedingungen für alle Erdebewohner zu erkaufen sein?

Das Kyoto-Abkommen ist ein Anfang – die Lösung ist es noch lange nicht.