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Prozessauftakt gegen Chirac-Attentäter

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Prozessauftakt gegen Chirac-Attentäter

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In Frankreich hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Neonazi Maxime Brunerie wegen eines Attentatsversuches gegen Staatspräsidenten Jacques Chirac begonnen. Ihn könnte eine lebenslange Haftstrafe erwarten. Sein Anwalt wird allerdings auf Freispruch plädieren, weil Brunerie nach dem Attentat einige Zeit in einer Psychiatrie verbrachte. Psychologische Gutachten bescheinigen ihm leichte Schizophrenie bzw. eine Psychose.

Vor zwei Jahren hatte Brunerie während der Parade zum 14.Juli, dem französischen Nationalfeiertag, aus der Zuschauermenge mit einem Gewehr versucht auf Chirac zu schießen. Kurz bevor Polizisten den Mann überwältigten gelang es ihm einen Schuss in die Luft abzufeuern. Brunerie gehörte damals einer inzwischen verbotenen rechtsextremen Gruppe an und hatte sein Vorhaben im Internet angekündigt. Vor Gericht sagte er aus, er habe mit seiner Tat etwas Historisches leisten wollen. Mit einem Gerichtsurteil wird am Freitag gerechnet.