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IBM verkauft PC-Sparte an chinesischen Marktführer Lenovo

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IBM verkauft PC-Sparte an chinesischen Marktführer Lenovo

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Der größte chinesische Computerhersteller Lenovo kauft das Personal-Computer-Geschäft von IBM – für rund eine Milliarde Euro. Hinzu kommen rund vierhundert Millionen Euro an Verbindlichkeiten, so dass die Transaktionskosten insgesamt fast anderthalb Milliarden Euro betragen. Die PC-Marke IBM wird unter der neuen Regie weitergeführt. Die Marke IBM werde dadurch sehr bekannt werden, sagte John Joyce, einer der stellvertretenden Vorsitzenden von IBM. Er verwies auf Chinas Bedeutung als die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt.

Die Partnerschaft mit Lenovo werde sich auf die gesamte Produktpalette von IBM positiv auswirken. IBM will sich künftig auf das profitable Geschäft mit Servern, Computerchips, Software und Dienstleistungen konzentrieren. Mit einem Anteil von knapp neunzehn Prozent bleibt IBM an dem neuen PC-Unternehmen beteiligt. Lenovo macht mit der Übernahme einen Sprung auf Platz drei der Weltrangliste der PC-Hersteller, – auf dem Platz, den IBM bislang einnahm.

Weltmarktführer ist der Direktvermarkter Dell; auf dem zweiten Platz liegt Hewlett Packard. Der chinesische Markt ist für uns ausgeschöpft, sagte Yang Yuanqing, Vorstandsvorsitzender der Gruppe. Lenovo habe ein Marktanteil von dreißig Prozent in China und müsse sich nun dem Weltmarkt zuwenden, um ein internationales Unternehmen zu werden. Lenovo ist derzeit Marktführer nicht nur in China, sondern in ganz Asien. Das neue Unternehmen wird das vierfache Verkaufsvolumen haben: schätzungsweise zehn Milliarden Euro. Die Übernahme ist die bisher größte chinesische Auslandsinvestition in der Informationstechnologie. Auch hat nie zuvor ein chinesischer Wettbewerber ein amerikanisches Unternehmen in dieser Größenordnung übernommen.