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Verdacht des Giftanschlags erhärtet

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Verdacht des Giftanschlags erhärtet

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Die Spekulationen um einen Giftanschlag auf den ukrainischen Oppositionsführer Viktor Juschtschenko sind von den behandelnden Ärzten bestätigt worden. Im September war der Präsidentschaftskandidat plötzlich lebensgefährlich erkrankt. Seitdem ist sein Gesicht von pockenartigen Geschwülsten gezeichnet. Nach Ansicht seiner Ärzte in Wien ist ihm ein Giftstoff von Dritten verabreicht worden, mit dem Ziel, ihn zu töten.

Die Vermutung, dem Oppositionsführer sei Dioxin verabreicht worden, konnten die Ärzte noch nicht bestätigen. Dazu seien weitere Tests im Krankenhaus notwendig, hieß es. Dioxin schädigt innere Organe und das zentrale Nervensystem, in deren Folge ein solcher Ausschlag, die sogenannte Chlorakne entstehen kann. Außerdem steht der Giftstoff unter Verdacht, krebserregend zu sein. Juschtschenko machte nach seiner Erkrankung den ukrainischen Staatsapparat dafür verantwortlich, ihn durch den Giftanschlag aus dem Weg räumen zu wollen. Ein endgültiges ärztliches Ergebnis, ob es wirklich ein Anschlag war, können die österreichischen Mediziner erst nach weiteren Untersuchungen geben.