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Verhandlungen über dauerhaften Frieden in Nordirland erneut gescheitert.

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Verhandlungen über dauerhaften Frieden in Nordirland erneut gescheitert.

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Der britische Premierminister Tony Blair und sein irischer Amtskollege Bertie Ahern bezeichneten die bislang erreichten Fortschritt bei der Wiederbelebung des Friedensprozesses als beachtlich, es sei aber noch viel zu tun.

“Alle paramilitärischen Aktivitäten in Nordirland müssen aufhören”, sagte Blair. Er betonte jedoch auch, dass die IRA prinzipiell einer vollständigen Entwaffnung bis Weihnachten zugestimmt habe. Eine Einigung kam jedoch nicht zustande, da der Unionistenchef Ian Paisley verlangte, die Entwaffnung als Beweis zu fotografieren. Die IRA und ihr politischer Arm Sinn Fein lehnten dies als unzumutbare Demütigung ab. “Es ist klar geworden, daß die IRA ihre Waffen nicht abgeben wird”, äußerte Paisley nach den Gesprächen. Der Friedensprozess im politisch zu Großbritannien gehörenden Nordteil der irischen Insel stockt, seit die britische Regierung vor zwei Jahren die Autonomie der Provinz ausgesetzt hatte. Die beide Konfliktparteien umfassende Regionalregierung stand kurz vor einem Bruch. Die Unionisten fordern, dass Nordirland Teil Großbritanniens bleibt und die nachweisliche Entwaffnung der IRA. Auf republikanischer Seite verlangt man eine Wiederherstellung der Autonomie, als erstem Schritt zu einem wiedervereinigten Irland.