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Gewaltgeprägter Jahrestag von Saddams Verhaftung

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Gewaltgeprägter Jahrestag von Saddams Verhaftung

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Ein Jahr nach der Gefangennahme des Diktators Saddam Hussein ist der Irak von einer erneuten Welle der Gewalt erfasst worden. Etwa 50 Kilometer nördlich von Bagdad explodierte eine Autobombe in unmittelbarer Nähe eines US-Militärkonvois. Über mögliche Todesopfer wurde nichts bekannt. In der nordirakischen Stadt Kirkuk schossen Rebellen auf einen irakischen Übersetzer, der für die US-Streitkräfte arbeitete – er wurde schwer verletzt, ein Passant wurde erschossen. In der Provinz Al Anbar wurden gestern sieben Marineinfanteristen bei Kämpfen getötet. Und in der Hauptstadt Bagdad starben bei einem Selbstmordanschlag nahe des Regierungsviertels sieben Menschen, 19 wurden verletzt. Unterdessen teilten Anwälte Saddams mit, dieser habe seinen Hungerstreik abgebrochen. Weiterhin würden aber acht enge Vertraute des Ex-Diktators die Nahrungsaufnahme verweigern. Die Gründe für den Hungerstreik seien zum einen Protest gegen die in ihren Augen illegale Inhaftierung und deren Bedingunugen, zum anderen wollten sie verhindern nach den Präsidentenwahlen den irakischen Behörden überstellt zu werden, wo ihnen die Todesstrafe drohen könnte. Die Wahlen sind für Ende Januar geplant.