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Hoffnung auf Friedensgespräche bröckelt

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Hoffnung auf Friedensgespräche bröckelt

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Die seit Jassir Arafats Tod neu aufgekeimte Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten hat innerhalb weniger Stunden durch Gewaltausbrüche im Gazastreifen erneute Rückschläge erlitten. Am frühen Morgen beschossen zwei israelische Hubschrauber Gaza Stadt, nachdem gestern bei einem Bombenanschlag auf einen Wachtposten fünf israelische Soldaten getötet worden waren. Aus Gaza wurde Sachschaden gemeldet, über Verletzte wurde nichts bekannt. Getroffen wurden unter anderem Metallwerkstätten, in denen nach israelischer Darstellung Waffen hergestellt und gelagert wurden. Premierminister Ariel Sharon machte am Morgen die Waffenruhe im Gazastreifen zur Bedingung für die Aufnahme von Friedensgesprächenmit der Palästinenserführung. Die jedoch nennt die Verhandlungen als Voraussetzung für Waffenruhe. Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekatsagte am Morgen in Ramallah, dass der einzige Weg den Teufelskreis der Gewalt zu brechen sei, mit Verhandlungen einen sinnvollen Friedensprozess wieder zu beleben, der zu einem Ende der Besatzung durch die Israelis führe. Doch danach sieht es im Moment nicht aus. Am morgen töteten Israelische Soldaten in Nablus den gesuchten Hamas-Aktivisten Ashan Shawane. Dabei soll es zu heftigen Schusswechseln gekommen sein.