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Bus-Entführung in Griechenland: Kipnapper haben rund 20 Menschen in ihrer Gewalt

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Bus-Entführung in Griechenland: Kipnapper haben rund 20 Menschen in ihrer Gewalt

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Nach der Entführung eines Linienbusses in einem Vorort von Athen in den frühen Morgenstunden haben die Kidnapper die ersten Geiseln freigelassen. Sie verhandeln weiter mit der Polizei. Diese bezeichnete den Verlauf der Gespräche als zufriedenstellend. Weiter befinden sich zwanzig Menschen in der Gewalt der Entführer.

Die zwei bewaffneten Männer hatten den Bus auf dem Weg von Marathon nach Athen kurz vor sechs Uhr morgens gekapert. Die Polizei stoppte das Fahrzeug kurz darauf und umstellte es an einer Ausfahrtstraße gut 15 Kilometer vor Athen. Der Fahrer und der Kontrolleur konnten sofort entkommen. Drei Frauen und zwei Männer wurden kurz nach zehn Uhr freigelassen. Laut Agenturberichten fordern die Entführer eine Million Dollar Lösegeld, einen neuen Fahrer und freies Geleit zum Flughafen der griechischen Hauptstadt, um ins Ausland fliegen zu können. Nach telefonischer Aussage einer Geisel, die sich noch in dem Bus befand, wollen sie sich nach Russland absetzen. Sie sollen Gewehre und Sprengstoff bei sich haben. Ihre Herkunft ist bislang unklar, ebenso ihre Motive. Einer der beiden hatte sich in einem griechischen Privatradio als Russe ausgegeben, was auch ein Polizeibeamter mitgeteilt hatte. Der Busfahrer hatte dagegen von zwei Albanern gesprochen. Die griechische Polizei hat inzwischen albanische und russische Diplomaten hinzugezogen, um die Nationalität der Täter zu klären. Schon vor fünf Jahren hatten Albaner zwei Busse in Griechenland entführt und verlangt, in ihre Heimat gebracht zu werden. Sie waren bei der Verfolgung von der Polizei erschossen worden, ein Passagier kam damals ebenfalls ums Leben.