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Entführter Italiener offenbar im Irak getötet

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Entführter Italiener offenbar im Irak getötet

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Ein Visum und ein Pass – das sind die Beweise, die eine irakische Terroristengruppe namens “Islamische Bewegung der Irakischen Mudschaheddin” für den Tod des Italieners Salvatore Santoro präsentiert hat. Der 52jährige Santoro soll an einer Straßensperre zwischen Falludscha und Ramadi entführt worden sein. Inzwischen gilt als sicher, dass er von der Terrorgruppe getötet wurde. Das italienische Fernsehen zeigte Bilder, die das augenscheinlich bestätigen. Santoro habe für eine italienische Nicht-Regierungsorganisation gearbeitet, hieß es.

In einer Video-Aufzeichnung weisen die Entführer darauf hin, dass Santoro wegen der – so wörtlich – “Dummheit Berlusconis” getötet worden sei. Offenbar eine Anspielung auf den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, der im Irak die von den USA angeführte Koalition unterstützt. Das österreichische Fernsehen zeigte Bilder des Italieners, der sich im Irak für das Wohlergehen von Kindern engagierte. Das italienische Außenministerium bestätigte bislang lediglich, dass Hinweisen auf die Ermordung eines Italieners im Irak nachgegangen werde.