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Rumänien: Überraschender Gnadenakt des scheidenden Präsidenten

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Rumänien: Überraschender Gnadenakt des scheidenden Präsidenten

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Rumäniens ehemaliger Staatsfeind Nummer eins, Miron Cozma, ist vom scheidenden Präsidenten Ion Iliescu in einem umstrittenen Alleingang begnadigt worden. Cozma hatte 1991 und 1999 gewalttätige Protestmärsche von Bergarbeitern nach Bukarest angeführt. So sollten Reformpolitiker, Studenten und Intellektuelle gestoppt werden.

Präsident Iliescu gibt die Macht demnächst an Traian Basescu ab. Er wolle einen Akt der Gnade setzen, sagte er. Die Begnadigung Cozmas bedeute nicht, dass die Strafe aus seinem Justizregister gestrichen werde. Miron Cozma (50) war 1999 zu 18 Jahren Haftstrafe verurteilt worden. Es gilt als sicher, dass die Bergarbeiter Iliescus Wohlwollen hatten, als sie 1991 den Rücktritt der ersten postkommunistischen Regierung unter Petre Roman erzwangen. Bei den fünf Märschen der Bergarbeiter auf Bukarest hatte es zwei Tote und Dutzende Verletzte gegeben.