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"Baikalfinanzgruppe" ersteigert Yukos-Tochter

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"Baikalfinanzgruppe" ersteigert Yukos-Tochter

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Der wichtigste Förderbetrieb des russischen Ölkonzerns Yukos ist für rund 7 Milliarden Euro an ein Unternehmen namens Baikalfinanzgruppe verkauft worden. An der Versteigerung von Juganskneftegas nahm neben dem bislang völlig unbekannten Bieter, der weder eine gültige Adresse noch eine Internetpräsenz besetzt, nur der staatliche russische Energiekonzern Gasprom teil. Gasprom galt als eigentlicher Favorit, der die Übernahme mit einem internationalen Bankenkonsortium finanzieren wollte.

Da bislang noch nicht geklärt werden konnte, wer sich hinter der Baikalfinanzgruppe verbirgt, halten sich Spekulationen, es handele sich um eine Briefkastenfirma von Gasprom oder des Yukos-Konkurrenten Surgutneftegas. Beide Konzerne dementierten aber eine Verbindung zum Auktionssieger. Mit der Zwangsversteigerung soll ein Teil der Steuerschulden von Yukos von über 20 Milliarden Euro getilgt werden. Vor einem Gericht in den USA hatten Yukos-Manager ein Urteil erwirkt, dass die Auktion aufgeschoben und Gazprom von der Teilnahme ausgeschlossen werden sollte. Die russischen Behörden erkannten den Richterspruch aber nicht an und versteigerten Juganskneftegas an die meistbietende Baikalfinanzgruppe.