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Koalitionsverhandlungen in Israel halten an

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Koalitionsverhandlungen in Israel halten an

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In Israel wird nach wie vor mit Spannung auf die Ergebnisse der Koalitionsgespräche gewartet. Diese stellen sich schwieriger als gedacht dar. Wegen des Streits über die Besetzung des Posten des stellvertretenden Ministerpräsidenten ist die Koalitionsvereinbarung zwischen dem Likud-Block von Ariel Sharon und der Arbeitspartei von Shimon Peres noch nicht beschlossen worden.

Der 81-jährige Peres beansprucht das Amt für sich, was Ministerpräsident Sharon und sein bisheriger Stellvertreter Ehud Olmert bislang ablehnen. Der Koalitionsvertrag hätte ursprünglich bereits am Sonntag unterzeichnet werden sollen. Scharon hatte in der Vergangenheit zunächst wegen seiner kontroversen Abzugspläne jüdischer Siedlungen aus dem Gaza-Streifen die Mehrheit im Parlament verloren. Seine alte Koalition war schließlich an der Auseinandersetzung um den Staatshaushalt 2005 zerbrochen. Eine große Koalition mit der Arbeitspartei würde Scharons Chancen vergrößern, den Plan einer Räumung aller 21 Siedlungen im Gaza-Streifen durchzusetzen.