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"Ein offenes Urtei" - Untersuchungsbericht zu Visa-Affäre von britischem Ex-Innenminister

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"Ein offenes Urtei" - Untersuchungsbericht zu Visa-Affäre von britischem Ex-Innenminister

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Hinweise auf eine Verbindung, aber kein Beweis für Amtsmissbrauch – das ist der Tenor des Untersuchungsberichts zur Visa-Affäre um den inzwischen zurückgetretenen britischen Innenminister David Blunkett. Die Aufenthaltsgenehmigung für das philippinische Kindermädchen von Blunketts Ex-Geliebter wurde zwar erheblich schneller ausgestellt als üblich – und das sei auf die Intervention von Blunketts Büro zurückzuführen. Doch habe man nicht herausfinden können, ob der blinde Politiker persönlich die Anweisungen dazu erteilt habe, erklärte der Vorsitzende der Untersuchungskommission Alan Budd.

Blunkett hatte stets alle Vorwürfe abgestritten, war aber zurückgetreten, nachdem wegen der Affäre um seine Ex-Geliebte Kimberly Quinn in der britischen Presse viel schmutzige Wäsche gewaschen worden war. Ob es nach dem Untersuchungsbericht für den 57jährigen nun einen Weg zurück in Blairs Kabinett gibt, bleibt abzuwarten. Einer aktuellen Umfrage zufolge sprachen sich mehr als 60 Prozent der Briten für ein Comeback des beliebten Politikers aus.