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Putin hält Auktion von Yukos-Tochter für rechtens

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Putin hält Auktion von Yukos-Tochter für rechtens

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Der angebliche Sitz der mysteriösen Baikalfinanzierungsguppe: Ein Cafe im sibirischen Neftejugansk. Von hier aus soll also demnächst der mächtige Yukos-Konzern übernommen werden. Russlands Präsident Wladimir Putin jedenfalls äußerte sich bei seinem Deutschland-Besuch eindeutig: Die Zwangsversteigerung der Yukos-Fördertochter Juganskneftegas sei rechtmäßig, der Kreml kenne die Aufkäufer. In Russland verdichteten sich indes Hinweise darauf, das hinter dem Deal der kremltreue Yukos-Konkurrent Surgutneftegas stehe. Der Bürgermeister des Ortes, an dem sich die Baikalgruppe angesiedelt haben will, sagt, das Investitionsvolumen in der Ölbranche sei stark zurückgegangen, fast alle hätten ihre Arbeit verloren: Transportfahrer, Bauarbeiter, Reparaturarbeiter und vieleandere. Die Führung des fast zerschlagenen Yukos-Konzerns ersuchte von den USA aus bei den russischen Behörden um Auskunft über alle an der Auktion Beteiligten. Durch den Verkauf von Juganskneftegas entstehe Yukos ein Schaden von mehr als 15 Milliarden Euro. Sollte Surgutneftegas den Kaufpreis nicht rechtzeitig entrichten, würde der Staat die Aktien der Yukos-Tochter zunächst behalten. Analysten in Russland halten das inzwischen für das von Anfang an geplante Ergebnis der Versteigerung, mit der die Behörden die Yukos-Tochter unter ihre Kontrolle bringen wollten.