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Erste Stellungnahmen der französischen Geiseln

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Erste Stellungnahmen der französischen Geiseln

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Nach ihrer Landung auf einem Pariser Militärflughafen haben sich die befreiten französischen Geiseln erstmals zu den Bedingungen ihrer 4-monatigen Geiselhaft geäußert.Christian Chesnot: “Wir wurden nicht misshandelt. Wir waren in fünf verschiedenen Häusern untergebracht. Am Anfang war das etwas spartanisch, weil wir auf einem Bauernhof in Latifya südlich von Bagdad waren. Dort halten sie alle Gefangenen fest, die sie auf der Strecke gefangen nehmen. Die ersten zwei Wochen ging es ziemlich hart zu. Wir machten ein paar Viedobänder. Und wir verstanden, dass die Kidnapper nicht vorhatten uns sofort zu töten. Wir haben mit ihnen kommuniziert. Danach brachten sie uns in ein Haus unweit von Bagdad und sagten: ‘Wir behandeln euch gut. Ihr bekommt Shampoo und könnt duschen, wir geben euch zu essen.’ Der Druck nahm ab. Sie sagten, wir sollten uns gedulden.‘Wir werden versuchen mit den französischen Behörden in Kontakt zu treten.’

Georges Malbrunot, mit Chestnot vier Monate lang zusammen gefangen war erzählte: “Wir waren in einem Vorort von Bagdad. Dann wurden wir in den Norden gebracht. Diese Transporte waren hart. Wir wurden gefesselt und mit verbundenen Augen in eine Art Pappkisten gelegt, die auf die Ladefläche eines Lastwagens gepackt und zugedeckt wurden. Wir versuchten, trotzdem etwas zu sehen. Einmal hatten wir unterwegs eine Panne und ich hoffte, dass eine amerikanische Patrouille käme, die Geiselnehmer festnehmen und uns befreien würde.