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Tony Blair auf Friedensmission im Nahen Osten

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Tony Blair auf Friedensmission im Nahen Osten

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Der britische Premiermnister Tony Blair hat sich mit PLO-Chef Machmud Abbas in Ramallah getroffen. Vor den Gesprächen mit dem Palästinenserführer besuchte Blair kurz das Grab Jassir Arafats. Dessen Tod wird von dem Nahost-Quartett und Israel auch als Chance für die Wiederbelebung des seit vier Jahren stagnierenden Friedensprozesses aufgefasst. Der Vorstoß Blairs, Anfang des kommenden Jahres eine Nahostkonferenz in London abzuhalten, soll dabei helfen.Allerdings, so Blair, könne dies nicht die Roadmap ersetzen. Machmud Abbas pflichtete dem bei. Die Palästinenser hielten an der Roadmap fest und seien zu Konzessionen bereit.In der Nahost-Konferenz sollen Reformen angeregt und die Palästinenser auf den Abzug israelischer Truppen vorbereitet werden.

Tony Blair betonte, dass es viel Hoffnung auf Fortschritte gebe. Allerdings sei klar, das Hoffnung nicht dasselbe sei wie die Umsetzung in die Realität. Er hoffe, dass die Londoner Konferenz dazu beitragen werde. Zuvor war Blair – der sich auf einer mehrtägigen Nahostreise befindet – in Israel mit Ministerpräsident Ariel Scharon zusammen gekommen. Der lehnte eine Teilnahme Israels an der Konferenz als unnötig ab, betonte aber, dass die Regierung nach wie vor dem Nahost-Friedenplan verpflichtet sei. Nun müsse die Palästinenserführung die Voraussetzungen schaffen und für ein vollständiges Ende des Terrors sorgen. Bemühungen, Versprechen oder Erklärungen reichten nicht, um die Roadmap voran zu bringen. Diese vom Nahost Quartett aus EU, UNO, USA und Russland vorgelegte Roadmap sieht die Schaffung eines Palästinenserstaates noch im Jahr 2005 vor.