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Europäische Agrarreformen treten ab Januar in Kraft

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Europäische Agrarreformen treten ab Januar in Kraft

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Am ersten Januar beginnen in der Europäischen Union grundlegende Reformen der gemeinsmen Agrarpolitik. Dabei geht es in erster Linie um die Abkoppelung der Subventionen von der Produktion. Künftig sollen die Beihilfen unabhängig von der Produktionsmenge verteilt werden. Diese neuen Prämien sind an die Einhaltung von Standards in den Bereichen Umwelt, Lebensmittelsicherheit und Tierschutz gebunden. Zunächst führen zehn Mitgliedstaaten die Betriebsprämienregelung für die Marktsektoren Getreide, Fleisch und Milch ein. 2006 folgen weitere fünf Staaten, darunter Frankreich, das bislang die meisten Subventionen erhielt. Dann werden in die Regelung auch Tabak, Olivenöl und Baumwolle mit einbezogen. Malta und Slowenien sollen 2007, die übrigen acht Mitgliedsländer bis spätestens 2009 umstellen. Die EU-Kommission will mit den Reformen vor allem die Überproduktion stoppen und die europäische Landwirtschaft wettbewerbsfähiger machen. Europäische Landwirte sollen künftig produzieren dürfen, was der Markt verlangt. Auf diese Weise würden sie zu wirklichen Unternehmern und schafften sich ihre eigene Einkommensstabilität.Durch die Kürzung der Direktzahlungen für Großbetriebe stünden zusätzlich Mittel für die Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums bereit.