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Hat Paris für die Freilassung der Geiseln bezahlt?

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Hat Paris für die Freilassung der Geiseln bezahlt?

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Nach der Freilassung der beiden im Irak festgehaltenen französischen Journalisten mehren sich die Fragen nach einer möglichen Lösegeldzahlung durch die Regierung in Paris. Diese bestritt, dass die Entführer Geld gefordert oder erhalten hätten. George Malbrunot und Christian Chesnot waren am Dienstag überraschend von den Geiselnehmern, der “Islamischen Armee im Irak”, auf freien Fuß gesetzt und der französischen Botschaft in Bagdad übergeben worden. Am Mittwochabend trafen sie nach viermonatiger Haft in Paris ein. Sie hätten gegenüber den Entführern immer wieder betont, dass sie französische Journalisten seien, sagte Malbrunot. Dass Frankreich keine Truppen im Irak stationiert habe und dort auch keine französischen Unternehmen tätig seien.

Sie waren am 20. August südlich von Bagdad mit ihrem syrischen Fahrer verschleppt worden. Neben den Bemühungen der Regierung um ihre Freilassung hatte auch der französische Abgeordnete Didier Julia zu vermitteln versucht. Malbrunot bezeichnete diesen als Hochstapler, der ihr Leben in Gefahr gebracht habe. Malbrunot war im Irak für die Zeitung “Le Figaro” sowie RTL und Chesnot für Radio France International tätig. Beide berichteten, sie seien gut behandelt worden. Die Regierung wird sich von der sozialistischen Opposition fragen lassen müssen, warum die Freilassung der beiden Geiseln nicht bereits früher möglich war.