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Rumsfeld: Selbstmordanschläge im Irak sind nur schwer zu verhindern

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Rumsfeld: Selbstmordanschläge im Irak sind nur schwer zu verhindern

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Einen Tag nach dem Angriff auf ein Kantinenzelt eines US-Stützpunkts im Irak ist das Pentagon in Erklärungsnot geraten. Bei der Attacke in der nordirakischen Stadt Mosul handelte es sich wahrscheinlich um einen Selbstmordanschlag. Das sagte US-Generalstabschef Richard Myers: “Es schaut so aus, als ob die Explosion durch einen, vom Angreifer getragenen Sprengsatz ausgelöst wurde.”

Myers wie auch Verteidigungsminister Donald Rumsfeld erklärten, derartige Selbstmordanschläge seien nur schwer zu verhindern. Mit dem Näherrücken der für Ende Januar geplanten Wahlen im Irak sei eine Zunahme der Gewalt zu erwarten gewesen, hieß es. Und Rumsfeld weiter: Darauf zu hoffen, das der Irak nach den Wahlen friedlicher würde, sei ein Fehler – und dies sei eine realistische Einschätzung der Lage.

Bei dem Anschlag in Mosul war nach Angaben von Myers 13 US-Soldaten getötet worden. Auch fünf amerikanische Zivilisten, drei irakische Soldaten und eine weitere Person unbekannter Herkunft kamen ums Leben. 69 Menschen wurden verletzt. Viele der verletzten wurden ins Militärkrankenhaus Landstuhl in Deutschland gebracht. Unterdessen hat der Gouverneur von Mosul die Sperrung von fünf Brücken angeordnet. Jeder, der sich der Anordnung wiedersetzt, werde erschossen, hieß es.