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Traditionelle Pressekonferenz zum Jahresende - Putin nimmt Stellung

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Traditionelle Pressekonferenz zum Jahresende - Putin nimmt Stellung

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Auf seiner traditionellen Pressekonferenz zum Jahresende hat Russlands Präsident Vladimir Putin die Politik seiner Regierung verteidigt. Über drei Stunden lang stand Putin den Journalisten Rede und Antwort. Eine der rund 50 gestellten Fragen war dem gestrigen Kauf der Yukos-Tochter durch das vom Kreml kontrollierte Unternehmen Rosneft gewidmet. “Meiner Meinung nach ist alles nach den marktwirtschaftlichen Regeln abgewickelt worden,” sagte Putin. “Wie ich zuvor auf der Pressekonferenz in Deutschland erklärte, können alle staatlichen Firmen, wie jede andere Firma auch, an dieser Art von Versteigerung teilnehmen. Rosneft hat nur von seinem Recht Gebrauch gemacht. “Auf die Frage, wie er auf einen Besuch von Viktor Juschtschenko als ukrainischer Präsident reagieren würde, antwortete Putin: “Wie auch immer die Entscheidung ausfallen wird, wir werden sie begrüßen und mit dem neuen Präsidenten der Ukraine zusammenarbeiten. Aber wir hoffen stark, daß sich in dem neuen Team von Juschtschenko niemand befindet, der seine politischen Ambitionen auf anti-russischen Slogans aufbaut. “Weiterhin wurde der russische Präsident auf die Veränderungen in den ehemaligen Sovietrepubliken angesprochen. “Natürlich müssen wir aufmerksam sein, um den demokratischen Prozess voranzutreiben,” sagte Putin. “Wenn aber irgend jemand den Weg der ständigen Revolutionen einschlägt, wird nichts Gutes dabei herauskommen, für keine der betroffenen Nationen. Dies würde das gesamte Gebiet der ehemaligen Sowjetunion in ewige Konflikte führen, und somit zu sehr ernsten Problemen. “Weitere Themen der Pressekonferenz waren unter anderem die Beziehung Russlands zum Westen, sowie der Tschetschenien-Konflikt. Außerdem sagte Putin, er würde bei den nächsten Präsidentschaftswahlen in seinem Land nicht mehr als Kandidat antreten.