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Türkischer Außenminister ruft in Ankara zu grundlegenden Veränderungen auf

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Türkischer Außenminister ruft in Ankara zu grundlegenden Veränderungen auf

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“Die Türkei muss ihre Mentalität ändern, wenn sie tatsächlich der Europäischen Union beitreten will.” Mit diesem Appel richtete sich der türkische Aussenminister Abdullah Gül eine Woche nach dem “Ja” der EU zu Beitrittsverhandlungen an das Parlament in Ankara. Es handle sich um eine vollständige Transformation der Politik und der Wirtschaft, einen Prozess, der gesellschaftliche Regeln und Normen verändere. Gül geht davon aus, dass Anfang Oktober kommenden Jahres die Verhandlungen aufgenommen werden. Die 25 EU-Staats- und Regierungschefs rechnen frühestens in zehn bis fünfzehn Jahren mit einem Beitritt. Der Ball sei jetzt in den Händen der türkischen Regierung. Der belgische Ministerpräsident Guy Verhofstadt bekräftigte, dass die Türkei Europa stärken und im Kampf gegen den Fundamentalismus helfen werde. Das geostrategische Gewicht des Landes sei für die EU von Bedeutung. Verhofstadt unterstützt allerdings auch die Idee einer Volksbefragung, die zunächst nur von Österreich und Frankreich in Betracht gezogen wurde. Er schloss einen Beitritt der Türkei aus, sollten auch nur geringste Zweifel an der Einhaltung der Menschenrechte bestehen.