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Neues Flüchtlingsdrama vor den Kanaren: 13 Afrikaner sterben an Unterkühlung

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Neues Flüchtlingsdrama vor den Kanaren: 13 Afrikaner sterben an Unterkühlung

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Bei dem Versuch, die vor Afrika gelagerte Inselgruppe der Kanaren zu erreichen, kamen 13 afrikanische Flüchtlinge ums Leben. Die spanische Küstenwache hatte das im Meer treibende Boot der Afrikaner entdeckt. 30 Menschen konnten lebend geborgen werden. Die Küstenwache schleppte das Boot in einen Hafen der Insel Fuerteventura. Immer wieder riskieren Flüchtlinge aus Afrika mit größtenteils seeuntüchtigen Booten die gefährliche Überfahrt zu den Kanarischen Inseln.

Mario Cabrera, Präsident der Inselverwaltung von Fuerteventura kann sich nicht erklären, warum es Afrikaner unter unmenschlichen Bedingungen immer wieder riskieren, die Inseln zu erreichen. Vor allem jetzt im Winter, wo es so kalt auf hoher See ist. Sie wüssten doch, dass sie sterben könnten. Und die Behörden hätten nicht genügend Ressourcen, die illegale Migration zu überwachen. Einige der geretteten Flüchtlingen litten unter starker Unterkühlung. Einer der Afrikaner erzählte, dass sie während der Fahrt, die am Montag begann, ununterbrochen in kaltem Wasser gesessen hätten. Das Wasser war immer wieder in das Boot eingedrungen. In diesem Jahr kamen bei ähnlichen Überfahrten von Afrika nach Spanien insgesamt 133 Menschen ums Leben.