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Rußland beschließt Feiertagsreform

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Rußland beschließt Feiertagsreform

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Die russische Staatsduma hat eine Feiertagsreform beschlossen und den Jahrestag der Oktoberrevolution – den 7. November – zu einem normalen Arbeitstag erklärt. Dafür wird Rußland künftig den 4. November als “Tag der Nationalen Einheit” feiern. Andrei Issaev, Vorsitzender des Dumaausschusses für Sozialpolitik, hebt den Vorteil des neuen Gesetzes hervor: “Es gibt eine wichtige Veränderung: von nun an muß nicht mehr nur der Staat seine Angestellten an Feiertagen bezahlen, sondern jedes Unternehmen.“Ganz frei von Polemik ist die Feiertagsreform jedoch nicht. Im Vorfeld war sie von der Kommunistischen Partei immer wieder scharf kritisiert worden. Die KPnutzte den 7. November bislang für landesweite Großaufmärsche. Der 4. November hingegen erinnert an die Befreiung Moskaus von den polnischen Besatzungstruppen im Jahre 1612.Neben dem 2. Mai wird ferner auch der unter Boris Jelzin eingeführte Verfassungstag am 12. Dezember als Feiertag abgeschafft.