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Wahlniederlage für radikale Hamas

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Wahlniederlage für radikale Hamas

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Bei der ersten Kommunalwahl im Westjordanland seit fast drei Jahrzehnten hat die Fatah-Bewegung des verstorbenen Palästinenserführers Jassir Arafat nach ersten Hochrechnungen mit deutlichem Abstand gewonnen. Bei dem Urnengang am Donnerstag habe sie 200 von 306 Sitzen in den 26 gewählten Stadt- und Gemeinderäten erhalten, hieß es aus Palästinenserkreisen. Ein offizielles Endergebnis wird für Samstag erwartet.

Damit konnte sich die als gemäßigt geltende Fatah deutlich gegen die radikale Hamasbewegung durchsetzen, die noch immer die Zerstörung des Staates Israel propagiert. Mit rund 84 Prozent der 144.000 Stimmberechtigten sei die Wahlbeteiligung deutlich höher gewesen als erwartet. Im Gaza-Streifen war der Urnengang wegen der andauernden Gewalt auf den kommenden Montag verschoben worden. Der erste Urnengang nach dem Tod von Arafat gilt als wichtiger Schritt hin zu einem eigenständigen Staat und als Generalprobe für die am 9. Januar geplante Wahl eines neuen Palästinenserpräsidenten.