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Weihnachtlicher Hoffnungsschimmer in Bethlehem

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Weihnachtlicher Hoffnungsschimmer in Bethlehem

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Nach einem Jahr ohne größere Zwischenfälle erlebt Bethlehem wieder einen leichten Aufschwung und bereitet sich unter strengen Sicherheitsvorkehrungen auf die Weihnachtsfeierlichkeiten vor. Nach dem Tod von Jassir Arafat hoffen viele der rund 60.000 Einwohner im Geburtsort Christi, dass sich die politische Aufladung um das Weihnachtsfest wieder etwas abbauen lässt. In den vergangenen Jahren hatte sich regelmäßig Streit daran entzündet, ob Palästinenserpräsident Jassir Arafat weiter von der israelischen Armee daran gehindert wird, nach Bethlehem zu kommen.

Unterdessen haben die Kirchen im Heiligen Land die israelische Regierung kritisiert. Die Checkpoints und die neugebaute Grenzmauer zwischen Israel und dem Westjordanland würden Bethlehem in ein großes Gefängnis verwandeln, so die Kirchenführer. Jeder Zehnte der rund 21.000 christlichen Einwohner hat die Pilgerstadt im Westjordanland in den letzten Jahren verlassen. Die Kirchenführer im Heiligen Land haben zum Weihnachtsfest aber auch Zeichen der Hoffnung festgestellt. Sie erwarten, dass Israel bald wieder palästinensische Gefangene freilassen wird und der Friedensprozess im Nahen Osten nach den bevorstehenden palästinensischen Präsidentschaftswahlen wieder an Fahrt gewinnt. Davon würde auch Jesu Geburtsort Bethlehem profitieren.