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Keine Weihnachtsstimmung im Irak

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Keine Weihnachtsstimmung im Irak

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Die 650.000 Christen im Zweistromland haben in diesem Jahr vor allem versucht, nicht weiter aufzufallen, aus Furcht vor Anschlägen und Repressalien. Die Mitternachtsmessen mussten wegen des nächtlichen Ausgehverbots ausfallen. Erst heute morgen füllten sich einige christlichen Kirchen zu Weihnachtsgottesdiensten, zumindest teilweise.

Unter dem Regime von Saddam Hussein waren die Christen zumindest sicher, auch wenn sie sich seine Diktatur nicht zurückwünschen. Aber nun gelten sie bei manchen Irakern als Kollaborateure der Amerikaner. Nicht erst seit den Anschlägen auf christliche Gotteshäuser im August denken viele daran, ins Exil zu gehen. Unterdessen sprengte sich am Heiligen Abend ein Selbstmordattentäter im Westen Bagdads mit einem Tanklaster in die Luft. Mindestens acht Menschen starben und 19 wurden verletzt, als ein Wohnhaus durch die Explosion einstürzte und mehrere Gebäude Feuer fingen.