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Hilfslieferungen aus der ganzen Welt - Geberkonferenz am 11. Januar?

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Hilfslieferungen aus der ganzen Welt - Geberkonferenz am 11. Januar?

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Nahrungsmittel, Medikamente, Geräte zur Trinkwasseraufbereitung – aus der ganzen Welt kommt Unterstützung für die Katastrophengebiete in Südostasien. “Früher haben wir internationale Hilfe in Anspruch genommen”, erklärt ein polnischer Helfer, “jetzt ist Polen in der Lage zu helfen, und deshalb sind wir hier.” Doch trotz der umfangreichen Unterstützung sind die Hilfseinsätze schwierig. Mancherorts ist es kaum möglich, die Hilfslieferungen zu den Bedürftigen zu transportieren, weil Straßen verschlammt und Brücken eingestürzt sind. Jeder tut, was er kann. Unzählige freiwillige Helfer reisten in die betroffenen Regionen, um ihren Beitrag zu leisten. “Wir sind eine Gruppe von Freiwilligen aus Pisa”, erklärt eine junge Italienerin, “und wir haben bereits 150 Patienten behandelt, die vor allem an Infektionen und leichteren Verletzungen litten.” Auch wenn die Lage immer aussichtsloser wird, noch Überlebende zu finden, suchen Rettungskräfte mit Spürhunden – so wie dieses deutsche Team – in den Trümmern nach Opfern. Um die finanzielle Hilfe besser zu koordinieren, wird die internationale Gemeinschaft am 11. Januar erstmals in Genf zusammenkommen. Wenn die EU-Staaten und das Parlament zustimmten, sei es möglich, auf Reservefonds im Haushalt zurückzugreifen und so fast 300 Millionen Euro für die Erdbeben-Opfer zu mobilisieren, erklärte EU-Entwicklungskommissar Louis Michel in Brüssel. Allerdings sei dringend eine Strategie nötig, um den betroffenen Ländern auch mittel- und langfristig beim Wiederaufbau zu helfen. Es dürfe nicht passieren, dass sich die Weltgemeinschaft wieder abwende, wenn alle Toten beerdigt und die akute Notsituation beseitigt seien, so Michel.