Eilmeldung

Eilmeldung

Seuchengefahr in den Katastrophengebieten

Sie lesen gerade:

Seuchengefahr in den Katastrophengebieten

Schriftgrösse Aa Aa

Wie groß dieses Risiko ist, lässt sich kaum ermessen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO geht die Gefahr dabei nicht von den verwesenden Leichen aus, die noch immer nicht beerdigt werden konnten. Viel schlimmer sei, dass in den Katastrophengebieten die Trinkwasserversorgung sowie die medizinische Versorgung zusammen gebrochen sind. In stehenden Gewässern und Wasserlachen ticken Zeitbomben – hier wachsen Heerscharen von Stechmücken heran, die Malaria, und gefährliche Fieberkrankheiten übertragen. Besonders betroffen sind Indonesien, Thailand, Indien und Sri Lanka. Aber auch in den anderen von der durch ein Erdbeben bei Sumatra ausgelösten Flutwelle betroffenen Ländern herrscht erhöhte Infektionsgefahr. In diesen Regionen drohen nach Experteneinschätzung vor allem Durchfallerkrankungen. Temperaturen um 30 Grad, beengte Notunterkünfte und ohnehin geschwächte Menschen, bildeten ideale Bedingungen für die Krankheitserreger. Ein Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen, nur schnelle Hilfe kann verhindern, dass wie die WHO befürchtet, Nocheinmahl so viele Menschen an Infektionen sterben, wie zuvor durch die Flutkatastrophe.