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Weltweite Solidarität, praktische Probleme vor Ort

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Weltweite Solidarität, praktische Probleme vor Ort

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In den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten laufen die Hilfsaktionen auf Hochtouren. Allerdings gestaltet sich die Auslieferung der Hilfgüter als schwierig. Das am schlimmsten heimgesuchte indonesische Banda Aceh verfügt zwar über einen Militär-Flughafen, doch dessen einzige Landebahn ist völlig überlastet. Auch wissen die Hilfskräfte vor Ort nicht, was geliefert wird, da das Kommunikationsnetz noch nicht funktioniert, ebensowenig wie die Infrastruktur der weitgehend zerstörten Inselprovinz. Nach Angaben des UN-Koordinationsbüros in Jakarta kann es Wochen dauern, bis man in alle Regionen vordringen wird. In New York traf US-Aussenminister Colin Powell überraschend mit UN-Generalsekretär Kofi Annan zusammen und wiederholte die Absicht der USA ihre Hilfe auf 260 Millionen Euro zu erhöhen. Diese Verzehnfachung spreche für die Großzügigkeit der USA, zeige aber auch, wie dringnd Hilfe benötigt werde. Nicht nur akut, sondern auch langfristig, um diese Länder wieder auf die Beine zu bringen. Die USA waren zuvor in die Kritik geraten, weil sie in den Augen verschiedener Organisationen zu langsam und verhalten auf die Katastrophe reagiert hatten. Unterdessen nähert sich die aus aller Welt zugesicherte Finanzhilfe einer Milliarden Euro.