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Südostasien: Hilfe erreicht allmählich Tsunami-Opfer; Luftbrücke für Indonesien

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Südostasien: Hilfe erreicht allmählich Tsunami-Opfer; Luftbrücke für Indonesien

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Eine Woche nach der Flutkatastrophe im Indischen Ozean ist eine gigantische Hilfswelle aus aller Welt angerollt. Doch weiterhin kommen die Helfer an viele Gebiete nicht heran: Mancherorts läuft das Wasser erst jetzt ab und lässt das Ausmaß der Schäden erkennen. Für die Überlebenden in der am stärksten betroffenen nordindonesischen Provinz Aceh haben die Vereinten Nationen eine Luftbrücke eingerichtet. Die USA versorgen mit Hubschraubern vom Flugzeugträger Abraham Lincoln aus die Menschen, die seit Tagen auf frisches Trinkwasser, Nahrung und medizinische Versorgung warten.

Allein Indonesiens Regierung rechnet inzwischen mit bis zu 100.000 Toten. In der gesamten Region sind mehr als 165.000 Tote zu befürchten. Soweit erreichbar, werden nun auch die Verletzten aus abgelegenen Regionen zur Behandlung in Krankenhaus ausgeflogen. Während erste Cholera-Fälle in Sri Lanka wieder dementiert wurden, fürchten die Hilfsorganisationen weiter den Ausbruch Durchfallkrankheiten und Seuchen. Und viele Verletzte seien zu geschwächt, um diese überleben zu können. Die Zahl der Toten aus Deutschland stieg bis zu diesem Sonntag auf sechzig, mehr als tausend deutsche Urlauber werden vermisst. Österreich meldete sechs Tote und knapp fünfhundert Vermisste. Eine Woche nach dem Tsunami besteht kaum noch eine Chance, dass von den tausenden Vermissten aus den dreizehn unmittelbar betroffenen Ländern und dem Ausland noch Überlebende in den Trümmern gefunden werden können. Umso mehr Tote gibt das ablaufende Wasser frei. Etwa 1,5 Milliarden Euro Finanzhilfen sind bisher aus aller Welt zugesagt worden. Doch bis alle Überlebenden fürs Erste versorgt sind und ein Mindestmaß an Infrastruktur wiederhergestellt ist, wird es noch Wochen dauern.