Eilmeldung

Eilmeldung

Handelsbeschränkungen für Textilien gefallen

Sie lesen gerade:

Handelsbeschränkungen für Textilien gefallen

Schriftgrösse Aa Aa

Seit dem 1. Januar gelten weltweit keine Handelsbeschränkungen für Textiliem mehr. Für die einen eine gute, für die anderen eine schlechte Nachricht. Nach Angaben der Weltbank dürfte der Preis für Bekleidung mittelfristig um bis zu 20 Prozent fallen. Für eine durchschnittliche vierköpfige Familie bedeutet das eine jährliche Ersparnis von 270 Euro, errechnete die Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit. Doch nicht für alle hat das positive Folgen. Arme Länder, etwa Bangladesch, hatten zwar zunächst gehofft, ebenfalls von dieser Entwicklung zu profitieren. Doch ist längst klar, dass zwar billig produziert werden kann – ohne jedoch annähernd die Qualitätsstandards anderer Länder zu erreichen. In den Industriestaaten befürchtet man den Verlust von gut vier Millionen Arbeitsplätzen. Die europäischen Produzenten wollen deshalb zukünftig mehr auf Nischenmärkte und Qualität setzen. Profitieren werden vor allem China und Indien vom Ende der Handelsbeschränkungen. Schon jetzt ist China mit einem Marktanteil von 28 Prozent der weltweit größte Exporteur von Textilien und Bekleidung. Peking erklärte bereits, es werde sich umsichtig und verantwortlich verhalten, sollte der Markt erst einmal freigegeben werden. Auch in Indien hat man sich vorbereitet. Mit Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro will man bis 2010 die Exportquote auf dem Textilienmarkt vervierfachen.